Andrei Șaguna and ”The Organic Statute” – VI.2.3.2 “Anthorismos” versus caesaropapism

VI. THE CANONICAL PRINCIPLES OF ANDREI ŞAGUNA’S ECCLESIASTICAL ORGANIZATION

VI.2 The autonomy of the Church

VI.2.3.2 “Anthorismos” versus caesaropapism

A clear expression of the Josephinist policy of the Court is the anonymous manifest “The Wishes of the Orthodox Clergy of Bukovina concerning the Canonical Organization of the Eparchy and its Hierarchical Position within the Orthodox Church in Austria”, published in 1861, which determined a “strictly churchly-canonical”[1] answer of Bishop Andrei Şaguna, namely “Anthorismos”. The relationship between the Orthodox Church and the state (empire) was argued on the pages 36 to 45 of the clergy’s brochure[2], where it was demanded practically that in the Austrian Empire would be implemented the caesaropapist system introduced by Tsar Peter the Great in the Orthodox Church of Russia[3] and adopted by the Orthodox Church of Greece[4] too. In the Bukovinians’ opinion, because a patriarch of all the Orthodox in the monarchy – who would maintain the Orthodox unity, represent this Church outside, and exercise the supreme jurisdiction inside the Church – was necessary but not feasible (also because of the Serbians’ wish for supremacy), the best solution (which was also correct, in their opinion) was nothing else but the Russian or Greek caesaropapism of the time. The Transylvanian bishop’s reaction was one commensurate to the danger. The Bukovinians’ arguments of their demand are interesting, but so are Andrei Şaguna’s counterarguments.

Thus, the first argument was a historical one: the relationship Church-state inaugurated by the Emperor Constantine the Great (306-337).

“Als Constantin der Große Christ wurde und seinen göttlichen Beruf begriff, nahm er die Kirche unter seine allgemeine Aufsicht, und sagte zu den Bischöfen: ‘vos intra ecclesiam, ego extra ecclesiam a Deo episcopus constitutus sum’. Hiermit wurde schon damals der Unterscheid zwischen jura in sacra und jura circa sacra gemacht. Die erstere überließ der Kaiser den Bischöfen, die andere behielt er sich selbst vor. Diese Stellung in der Kirche und ihr gegenüber nahmen und behaupteten alle Nachfolger Constantins; sie nahmen Recurse gegen die Mißbräuche an, enschieden Streitigkeiten der Bischöfe, welche nicht geradezu die Religion oder das Priesteramt betrafen, sondern über Güter, Sprengel, Vorrechte, öffentliche Ehre entstanden und bei Religionsstreitigkeiten waren sie bedacht, daß sie geendigt und die Ruhe des Reiches nicht gestört werde; sie ordneten daher zu deren Untersuchung und Entscheidung Gerichte an, und beriefen Concilien, auf welchen sie selbst oder ihre Minister den Vorsitz führten. Sie schafften unruhige Bischöfe aus dem Reiche fort, setzen die unwürdigen Geistlichen ab, und bestraften sie. Sie errichteten Bisthümer, erhoben sie zu Metropolien, und bestimmten nach Umständen die Grenzen der Patriarchate. Sie bestätigten die Kirchengesetze und gaben aus eigener Machtvollkommenheit Gesetze circa sacra. Und alles dieses thaten sie ohne irgend einen Widerspruch Seitens der Kirche. Geschach es auch manchmal, daß die Kaiser in sacra hinüberlangten, so wußten sich alsdann die h. Väter selbst der abendländischen Kirche auf eine hohe freie ihrer Würde angemessene Weise zu benehmen und demgemäß hatte damals die Kirche des röm. Reiches ein doppeltes Oberhaupt in sacra und circa sacra, jenes war die Gesammtheit der Bischöfe und dieses der Kaiser, und traten beide Gewalten zusammen, so war die höchste Kirchenmacht vollkommen repräsentirt und ein so vereintes Oberhaupt hieß dann eine ökumenische Sinode. Diese Sinoden wurden von Zeit zu Zeit vom Kaiser berufen und in denselben führte theils der Kaiser oder seine Minister den Vorsitz, theils die Patriarchen. In die Glaubenssachen mischten sich die Kaiser nicht, aber auf die Kanones nahmen sie den gebührenden Einfluß und diejenigen Kanones welche Staat und Kirche oder die jura circa sacra berühren, sind theils auf ihre Veranlassung, theils mit ihrer Zustimmung normirt worden. Ueberdies wurden alle Beschlüsse noch insbesondere vom Kaiser bestätigt. So stand es mit der allgemeinen Constitution der Kirche vor der Spaltung. Nachher nahm die abendländische Kirche eine andere Form, die morgenländische aber blieb bei der ursprünglichen bis zum Falle des öströmischen Reiches.”[5]

The conclusion was that the system initiated in the Russian Orthodox Church by Peter the Great, like the one in the Greek Orthodox Church of the time was an inspired follower of the traditional Byzantine one, and it was only the so-called “millet system”[6], introduced by the Ottomans after the fall of Constantinople, that had to be rejected: “[…] wir treffen in Rußland eine bleibende dirigirende Sinode zu Petersburg an, welche aus einem kaiserlichen Minister (Procurator), einigen Metropoliten, Bischöfen und Priestern besteht. Sie ist nichts anders als ein Ausschuß der römischen Reichssinode für Rußland, und Staat und Kirche befinden sich wohl dabei. Darum hat auch ein gleiches Oberhaupt die neugriechische Kirche angenommen in der bleibenden Sinode zu Athen, welche auch aus einem königlichen Procurator, dann aus Bischöfen und Priestern besteht. Dagegen bestehen in dem türkischen Reiche noch die vier Patriarchen, von denen jedoch blos der Konstantinopolitanische noch eine etwas bedeutende Macht hat, die er auch unter dem muselmännischen Despotismus ziemlich willkührlich zu gebrauchen wußte. Nun können wir vernüftig wählen und da von einem Patriarchate keine Rede mehr sein kann; so bleibt uns nichts anders zu wünschen übrig, als eine allgemeine entweder nach Art der römischen von Zeit zu Zeit von Sr. Majestät nach Wien einzuberufenden, oder aber nach Art der Petersburger und Athener aus wenigen Mitgliedern beider Nationalkirche ebenfalls in Wien bleibend niedergesetzte Reichssinode.”[7]

Andrei Şaguna’s counterargument began with the direct disapproval of the idea of caesaropapism, as something that in his opinion belonged to the hard times of the Church: “Es befallen uns tiefgreifende Schmerzen, wenn wir an diesen Wunsch unserer Brüder aus der Bukovina und dessen Motivirung denken, denn er gleicht jenen stiefmütterlichen Zeiten, wo die Wissenschaft und die Kenntniß der kirchlichen Institutionen dem Absolutismus eifrige Dienste leistete und die Kirche Christi und ihre Hierarchie unter den Ketten der Finsterniß schwer setzte.”[8] Then he skilfully counteracted the wish of an Orthodox autocephaly of caesaropapist type in the Austrian Empire, reminding the Bukovinians and not only them that they already had a clear church organization, their canonical patriarch being in Constantinople; the subordination relationship of the Orthodox metropolitans in Austria to the Patriarchate of Constantinople was a natural one for the bishop, but totally eluded by the “skilled canonists and theologians”[9], the authors of the brochure: “Unsere Brüder selbst gestehen nothwendigerweise […] daß in unserer Kirche die vorgesetzten der Metropoliten die Patriarchen sind, führen aber auch das an, daß unsere Metropoliten in Österreich dem Patriarchen nicht subordinirt werden können, sie sprechen aber die Motive nicht aus, welche unsere Metropoliten hindern würden, in kanonischen Wechselbeziehungen mit dem Patriarchen aus Konstantinopel zu stehen; Wir können uns mit diesem Gedanken unserer Brüder aus der Bukovina nicht befreunden, weil wir verlangen, daß uns die kirchliche Freiheit im kanonischen Sinne Seitens der politischen Behörde in nichts verkümmert werde, und dieses um so mehr, weil auch die Freiheit anderer christlichen Religionen politischer Seits nicht beeinträchtigt wird. Würden wir die Freiheit unsere Kirche im vollen Sinne des Wortes von der politischen Obrigkeit nicht beanspruchen, so gäben wir uns selbst das testimonium paupertatis und der Obrigkeit die Gelegenheit zu glauben, daß wir selbst in der kanonischen Verbindung unserer Metropoliten in Österreich mit dem Patriarchen von Konstantinopel eine Gefahr für den Staat erblicken. Wir aber halten dafür, daß unsere Hierarchie von sich jedes testimonium paupertatis abzuweisen wohl wissen werde, so wie jeden Verdacht, welchen der Staat aus der kanonischen Verbindung unserer Metropoliten mit dem Patriarchen schöpfen sollte, denn erstens findet sich in den Annalen unseres Vaterlandes keine einzige Spur von einer Untreue unserer Hierarchen oder unserer Glaubensgenossen und dann haben ja bei jeder Gelegenheit unsere Hierarchen und Priester ihre Treue und Anhänglichkeit an Thron und Vaterland so klar bewiesen, daß es überflüssig erscheint dessen hier weiter zu gedenken.[10]

Andrei Şaguna’s modern thinking is obvious, first, in the ideas expressed above – neutrality and equality of treatment from the state of all confessions/religions, compliance with the internal autonomy of the Church – and second, in the expression of his vision on the free and autonomous Church within the state: “Wir wünschen daher eine freie Kirche in unserem Vaterlande zu haben, und dieser Wunsch bringt uns die Pflicht auf, daß wir unsere Kirche in ihrem ganzen Organismus befreien, weil wenn auch nur ihr kleinster Theil unfrei bleibt, dadurch ihr Leben beeinträchtigt wird. Und vielleicht sollen wir, ihre Söhne, ihr dieses anthun? Dieses sei ferne von uns! Wir sollen jedweden Kampf gegen jeden aufnehmen, der den gesetzlichen und von den h. Vätern sanctionirten Organismus unserer Kirche auch nur ein Bischen zu verletzen unternehmen wollte.”[11]

Concerning Eusebius of Caesarea’s assertion of Constantine the Great as an argument for caesaropapism the bishop replied ironically that “unsere Brüder aus der Bukovina als gelehrte Theologen und Kanonisten […] zur tieferen Begründung ihrer Behauptung sich dabei auf den Kirchengeschichtsschreiber Eusebius lib. IV. Cap. 24. berufen wo er sagt: Als Constantin der Große Christ wurde und seinen götlichen Beruf begriff, nahm er die Kirche unter seine allgemeine Aufsicht, und sagte zu den Bischöfen: ‘vos intra ecclesiam, ego extra ecclesiam a Deo episcopus constitutus sum!’’ Uns nimmt eine solche Expektoration des Constantin kein Wunder, zumal er ja auch Mensch gewesen ist und auch noch dazu ein junger Christ, der wohl wußte, daß die heidnischen Kaiser im alten Rom nicht nur als die höchsten Priester der Heiden, sondern sogar als Götter selbst verehrt wurden. Daher konnte Constantin leicht auch von sich selbst sagen: ego extra ecclesiam a Deo episcopus constitutus sum’; aber wir wundern uns nur darüber, wie unsere Brüder aus der Bukovina es auszusprechen wagten, daß die oberwähnte Expektoration in unserer Kirche große Geltung haben kann! Auf dieser Grundlage behaupten wir, daß die Berufung unserer Brüder aus der Bukovina auf den Eusebius sehr trivial ist, und von keiner Bedeutung, denn aus einer historischen Wahrheit kann man nicht immer auch eine juridische oder kanonische ableiten; die Geschichte von Eusebius zeigt blos die Thatsache jenes Bekenntnißes Constantins, nicht aber auch die kanonische Wahrheit derselben oder die Doktrin irgend einer kirchlichen Lehre, wodurch dem Kaiser Constantin extra ecclesiam z.B. in Disziplinarsachen das Episcopat zuerkannt worden wäre.”[12]

The Byzantine emperor’s efforts to eliminate the undesirable bishops or priests, which were seen as examples of co-operation between state and Church, are qualified as un-canonical: “die Antwort ist klar: es geschah dieses nicht nach dem kanonischen Rechte, denn es gibt keinen Kanon, der den byzantischen Kaisern oder andern Monarchen ein solches Recht eingeräumt hätte; also geschah jenes nach Willkühr und per jus fortioris.”[13]

The statement that the Church was never discontented with the Byzantine emperors’ interfering in its life, based especially on Eusebius of Caesarea’s mention that Emperor Constantine was perceived as a general bishop of the Church, sent by God, made Andrei Şaguna to doubt Eusebius’ credibility “denn obwohl er ein frommer Bischof und ein würdiges Mitglied des ersten ökumenischen Conciliums, so wie ein großer Geschichtsschreiber gewesen ist, so war er doch von Natur aus sehr feige, so daß er beim Concilium bereit war mit dem Arius und seinem Partheigenossen in Verhandlungen zu treten, in der Meinung, daß nur auf diese Art der Kirchenfrieden erhalten werden könnte. […] Hieraus ersieht man deutlich, daß das Bekentnntniß des Eusebius über das Episcopat des Constantin nur eine individuelle und keine von der Kirche approbierte Meinung ist.[14]

As far as the summoning of the Ecumenical Councils by the Byzantine emperors is concerned, also seen as an argument in favour of caesaropapism, the clarification was soon to come: “[…] unsere Brüder aus Bukovina haben kein Recht, wenn sie sagen: daß die ökumenischen Sinoden von Zeit zu Zeit auf Geheiß des Kaisers zusammentreten, sondern wir behalten das Recht, die wir lehren, daß wenn die Nothwendigkeit zur Abhaltung einer ökumenischen Sinode von Seiten der gesammten Hierarchie eingesehen wurde, dem Kaiser die Anzeige davon mit der Bitte gemacht wurde, daß er als derjenige, der geeignetere Mittel zur Einberufung der Hierarchen besitzt als die Hierarchie selbst, die Sinode ausschreiben möge.”[15]

Another argument of the Bukovinians was a recent positive (in their opinion) precedent, offered by tsarist Russia: “In dieser Beziehung ist Rußland erfahren, und kann auch anderen Lehren ertheilen. Ein Patriarch ist ein Mensch und kann so gut in dogmaticis et disciplinaribus fehlen, wie ein Landpfarrer oder ein Mönch im Kloster; wer sollte ihn als dann richten? Es ist nicht kanonisch, einen Patriarchen vor eine Sinode zu stellen, wo nicht seines Gleichen wenigstens den Vorsitz führen. Eben diese Gründe haben Peter den Großen bewogen, das russische Patriarchat abzuschaffen, und an dessen Stelle die h. Sinode einzusetzen. Mit dem Patriarchate geht es also nicht. Wir müssen uns nach einem andern Oberhaupte umsehen.”[16]

Bishop Şaguna’s answer to this argumentation error was detailed and clear: “Wir müssen euch noch darauf aufmerksam machen, daß ihr fehl gehet, wenn ihr behauptet, daß der Zar Peter der Große das russische Patriarchat deßwegen aufgelöst hat, weil der Patriarch ein absoluter, mächtiger und für Kirche und Staat gefährlicher Hierarch werden kann, und weil beim Bestande nur eines Patriarchen bei einer Sinode, die über den versündigten Patriarchen zu Gericht seßen sollte, seines Gleichen sich nicht vorfinden würden, der bei einer solchen Sinode den Vorsitz zu führen hätte. […] in einem Zeitraum von 111 Jahren [sind] alle Patriarchen Rußlands gottesfürchtige Hierarchen und Bewahrer des Glaubens gewesen und […] [daß sich] nicht das Bedürfniß herausgestellt hatte, irgendeinen von ihnen vor die Sinode zu stellen, denn keiner war von Willkühr beherrscht oder in Verdacht für Kirche und Staat gefährlich zu sein. […] alle Welt weiß es ja, daß der Zar Peter der Große, mit der Einführung einer strengen Centralisation in alle politischen, gerichtlichen und militärischen Zweigen, endlich in kirchlichen Angelegenheiten eine ähnliche strenge Centralisation durch Auflösung des Patriarchats und Einsetzung einer permanenten Sinode in seiner Hauptstadt eingeführt hat, wo er zur Controlle auch einen kaiserlichen Procurator und einen Stellvertreter eingesetzt hat, der die Aufsicht führen soll, damit nicht etwa die Sinode einen Gegenstand verhandele, oder einen Beschluß fasse, der dem Kaiser unlieb wäre. Ueberdies hat der Zar diese Sinode nicht Kraft seiner Autorität errichtet, sondern er schrieb nach dem Tode des Patriarchen von Rußland Adrian im Jahre 1700 viel dem Patriarchen von Konstantinopel über die Ersetzung der Patriarchenwürde in Rußland durch eine permanente Sinode, und erst nach Einwilligung des Patriarchen von Konstantinopel und der übrigen noch drei Patriarchen von Alexandrien, Antiochien und Jerusalem darin, daß er an die Stelle des Patriarchats eine permanente Sinode errichten kann, hat der Zar Peter Hand an diese Arbeit gelegt, freilich nicht aus Ehrfurcht gegen die positiven Kanones, sondern bloß in Gemäßheit seines Staatsprinzipes, alles zu centralisieren.“[17] In other words, Andrei Şaguna underlined the fact that the idea of a supervisor appointed by state for the Orthodox of the Austrian Empire is one induced by the political circles, with the sole purpose of centralization of the monarchy, which was exactly what Tsar Peter the Great had in mind. However, Peter the Great himself could not interfere in the Russian Church’s affairs without having in advance the acceptance of the entire Orthodox world, through the voice of the traditional patriarchates. This mention of Tsar Peter the Great’s attitude, who was deferential unless in a diplomatic way toward the religious affairs, had on the one hand the purpose to show the Court that the Orthodoxy in the monarchy had to be dealt with by the Orthodox themselves, by Constantinople firstly and not by political interests; on the other hand, it reminded the Bukovinian theologians and canonists caught in the trap of political manipulations that the major decisions of organizing or reorganizing the Orthodox Church are made exclusively with the permission of the four traditional Orthodox patriarchates, within the limits of the canonical provisions. This was another proof of Bishop Andrei’s faithfulness to the Orthodox traditional ecclesiology and the system of pentarchy, and of his disaccord with any un-canonical autocephaly and separatism derived from political interests and meant to serve political interests exclusively.

The end of this counterargument was ironically directed against the authors of the brochure: “Der Kaiser [der Zar Peter der Große] sagte: Ich werde von nun an euer Patriarch sein!’ Welcher Kanonist und welcher Christ wird behaupten wollen, daß ein solches Bekenntniß des Zaren irgend eine Kraft oder Legalität habe? Und unsere Brüder aus der Bukovina gedenken dieses Zaren als eines orthodoxen Kaisers, der in seinem Lande die Kirche Christi gut, und im Sinne der Kanones organisiert haben soll! Wir behaupten, daß heutzutage die Kirche in Rußland weit beßer stünde, wenn das Patriarchat geblieben wäre, und unsere Kirche würde nicht von ganz Europa, in so weit sie eines anderen Glaubenbekenntnißes ist, den Vorwurf hören, daß der russische Zar das Oberhaupt unserer gesammten Kirche wäre, ja sie würde eine begründete Kenntniß über unsere Orthodoxie, deren Verfassung und Organismus haben! Daher ist es kein Wunder, wenn die Männer anderer Glaubensbekenntniße sagen: daß der russische Zar das Oberhaupt unserer Kirche ist, wenn unsere Brüder aus der Bukovina als gelehrte Theologen und Kanonisten auch noch heutigen Tags in der Adresse an ihren Herrn Bischof diese That des Zaren loben …[18]

Bishop Andrei’s conviction was that the anomalies of the Russian and Greek Church will be forgotten and considered them only unfortunate occurrences: “Was aber die permanente Sinode des neugriechischen Reiches betrifft, so behaupten wir, daß durch die Einführung dieses unserer Orthodoxie fremdartigen Körpers das constitutionelle Kirchenleben in Griechenland ebenso unterdrückt wurde, wie in Rußland, denn die durch die Kanones festgesetzten Sinodalinstitutionen wurden durch eine Kraft politischer Macht in absoluten Bureaukratismus gekleidete Sinode ersetzt. Wir hoffen, daß diese permanenten Sinoden Rußlands und Griechenlands als einige durch Nichttheologen und Nichtkanonisten ersonnene Experimente nothwendig vergehen müssen, so wie nur der Hauch der kirchlichen Unabhängigkeit in jenen Ländern wehen und ihre Regenten und Hierachen über jene unbestreitbare Wahrheit erleuchten wird, daß derjenige, welcher sich vor der wohlverstandenen kirchlichen Unabhängigkeit fürchtet, sich auch vor dem Reiche Gottes fürchtet, denn die Kirche Christi ist ja das Reich Gottes.[19]

Not at least Bishop Andrei Şaguna wanted to show in “Anthorismos” the “evolution” of the Bukovinian bishop’s opinions concerning the organization of the Orthodox Church in the Austrian Empire. In 1849 Bishop Eugeniu Hacman wrote to the Serbian patriarch: “Jede gesetzlich anerkannte Kirche hat nun mehr das Recht, ihre Angelegenheiten selbstständig einzurichten und zu verwalten. Nach unseren kirchlichen Vorschriften und Observanzen steht die christliche Gemeinde mit ihren Seelsorgen unter ihrem Bischofe, dieser unter einem Erzbischofe (Metropoliten) und sämmtliche Metropoliten unter ihrem Patriarchen.”[20] In 1861, shortly after the same Bukovinian bishop declared before the Romanian and Serbian participants in the Imperial Senate of 1860 at Vienna that the people of Bukovina wished to have their own church organization according to their local needs and to be able to administrate alone the Church funds[21], some Bukovinian clergymen printed the brochure in which they clearly demanded the introduction of the Russian caesaropapism in the Orthodox Church of Austrian Empire. The logical deduction is that Bishop Eugeniu Hacman at least agreed with the brochure, if he was not its moral author, as it happened to express and put into practice his less Orthodox ideas through his hierarchical inferiors in the same year 1861. In the middle of the debates on the issue of the Transylvanian Metropolitanate and the participation of the laymen in the mixed synods, Bishop Hacman, who was hostile to the inclusion of his bishopric in the Transylvanian Metropolitanate as well as to the participation of the laymen in the synods, authorized a theology professor to explain his position: “These issues were presented by theology Professor Popovici by order, meaning that he only wrote the argumentation, gave them a shape and read them in German in front of a synod of priests summoned especially for this by the Bishop Eugeniu and in his presence. The bishop suggested the proposal should be accepted. The priests, who had not been informed on purpose and were accustomed with strict discipline and obedience, were bewildered by the long report in German, bowed their heads and the synodal proceedings were soon over! […] Leaving the assembly the poor priests crossed themselves, praying God to have mercy upon them and their submissive position and forgive their trespassing which was the acceptance of the issues in the proposal…”[22]

[1] A. Baron de SCHAGUNA, Anthorismos oder berichtigende Erörterung, 5.

[2] Cf. ibid., 60. As it was shown in the chaper V.1.2 herein, because it was not possible to have access  to a copy of the Bukovinians’ brochure, we used only “Anthorismos” that quotes the content of it too. So both the arguments of the clergy of Bukovina and Andrei Şaguna’s counterarguments will be quoted according to the same source – “Anthorismos” (in Geman).

[3] Peter the Great (1682-1725) radically turned away from the Byzantine heritage and reformed the state according to the model of Protestant Europe. Humiliated by his father’s – Tsar Alexis – temporary submission to Patriarch Nikon, Peter prevented new patriarchal elections after the death of Patriarch Adrian in 1700. In 1720, Feofan Prokopovich, archbishop of Pskov and Tsar’s friend Peter drafted a new constitution for Russian Orthodox Church, named “Spiritual Regulation” (“Dukhovny Reglament”), which declared the patriarchate to be abolished and set up in its place a spiritual college or “Holy Synod” composed of twelve members – three bishops and the others drawn from the superiors of the monasteries or from the married clergy – who were nominated and could be dismissed at will by the emperor. An imperial high commissioner (Oberprokuror) was to be present at all meetings and, in fact, to act as the administrator of church affairs. The “Spiritual Regulation” of the Synod was not based on canon law, but copied from the Protestant ecclesiastical synods in Germany. It saw the Church not as a divine institution, but as a department of state. Weakened by the schism of the “Old Believers,” the Russian Church found no spokesman to defend its rights and passively accepted the reforms. Cf. T. WARE, The Orthodox Church, 124-127; J. BINNS, An Introduction to the Christian Orthodox Churches, 18 et seqq.

[4] In 1821 the Greek revolution against the Turks was officially proclaimed by the metropolitan of Old Patras, Germanos. The Patriarchate of Constantinople, being the official Turkish-sponsored organ for the administration of the Christians, issued statements condemning and even anathematizing the revolutionaries. These statements, however, failed to convince anyone, least of all the Turkish government, which on Easter Day in 1821 had the ecumenical (Constantinopolitan) patriarch Gregory V hanged from the main gate of the patriarchal residence as a public example. Numerous other Greek clergy were executed in the provinces. After this tragedy, the official loyalty of the patriarchate was, of course, doubly secured. Unable either to communicate with the patriarchate or to recognize its excommunications, the bishops of liberated Greece gathered in Nvplion and established themselves as the synod of an autocephalous church (1833). The ecclesiastical regime adopted in Greece was modelled after that of Russia: a collective state body, the Holy Synod, was to govern the Church under strict government control. In 1850 the Patriarchate of Constantinople was forced to recognize what was by then a fait accompli, and granted a charter of autocephaly (Tomos) to the new Church of Greece. Cf. T. WARE, The Orthodox Church, 100; J. BINNS, An Introduction to the Christian Orthodox Churches, 12 et seq.

[5] A. Baron de SCHAGUNA, Anthorismos oder berichtigende Erörterung, 61-63.

[6] After the fall of Constantinople under the Ottomans, in 1453, the Christians in the vast Ottoman Empire were comprised by a new administrative system. For the Muslims drew no distinction between religion and politics: from their point of view, if Christianity was to be recognized as an independent religious faith, it was necessary for Christians to be organized as an independent political unit, an empire within the empire. The Orthodox Church therefore became a civil as well as a religious institution: it was turned into the “Rum Millet”, the “Roman nation”. The ecclesiastical structure was taken over in toto as an instrument of secular administration. The bishops became government officials, the patriarch was not only the spiritual head of the Geek Orthodox Church, but the civil head of the Greek nation – the ethnarch (ετνάρχης) or millet-bashi. The other historical patriarchates also within the Ottoman Empire – Alexandria, Antioch, Jerusalem – remained theoretically independent but were in practice subordinate to the patriach of Constantinople, because the Turks looked on that patriarch as the head of all Orthodox Christians in their dominions. This situation continued in Turkey until 1923, when the Lausanne Treaty put an end to Constantinople patriarch’s jurisdiction in civil and administrative matters, as well as to his position as a representative of the Greek nation. Cf. T. WARE, The Orthodox Church, 98-100; J. BINNS, An Introduction to the Christian Orthodox Churches, 12; N. V. DURĂ, Patriarhia Ecumenică şi autocefalia bisericii noastre de-a lungul secolelor, 55; Ethnarch, in: The Oxford Dictionary of Byzantium, vol. 2, 734; Christos VOULGARIS – Gunnar HERING, Ethnarch, in: LThK, ³1993-2001, Bd. 3, 936-937; Michael URSINUS, Zur Diskussion um „millet“ im Osmanischen Reich, in: Südost-Forschungen 48 (1989), 195-207.

[7] A. Baron de SCHAGUNA, Anthorismos oder berichtigende Erörterung, 63-64.

[8] Ibid., 64.

[9] Ibid., 70.

[10] Ibid., 64-65.

[11] Ibid., 65.

[12] Ibid., 70.

[13] Ibid., 71.

[14] Ibid., 71-72. In front of this irrefutable anti-Eusebius argument, the following recent statement is at least surprisingly: “Zum Verhältnis Kirche-Herrscher bzw. Kirche-Staat rezipierte er [Şaguna] einerseits die traditionelle byzantinische Reichsideologie, wie sie von Eusebius von Caesarea in seiner Kirchengeschichte formuliert worden war …”  J. SCHNEIDER, Der Hermannstädter Metropolit, 82.

[15] A. Baron de SCHAGUNA, Anthorismos oder berichtigende Erörterung, 74. On the role of the Byzantine emperors in the summoning and presiding over the Ecumenical Councils see also A. Baronu de SIAGUN`A, Compendiu, 326-329.

[16] A. Baron de SCHAGUNA, Anthorismos oder berichtigende Erörterung, 61.

[17] Ibid., 68-69.

[18] Ibid., 69-70.

[19] Ibid., 72.

[20] Ibid., 97.

[21] See the chapter III.3.2 herein.

[22] “Respunsul lui G. Hurmuzachi cătră Şaguna” (“The answer of G. Hurmuzachi to Şaguna”), dated Czernowitz, February 9/21, 1861, in: Il. PUŞCARIU, Metropolia, colecţia de acte, 182-185 here 183.

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